Audi Chiptuning für mehr Leistung?

Mehr Leistung für weniger Geld: Das verspricht das Chiptuning. Mit welcher Leistungssteigerung kann gerechnet werden? Und was sollte man beim Chiptuning unbedingt beachten?

Tunen ohne großen Aufwand

Die Zeiten in dem für mehr PS umfangreiche Umbauarbeiten notwendig waren, sind vorbei. Beim Chiptuning wird nämlich lediglich die Software des Fahrzeugs beeinflusst. Moderne TDI Motoren wie beim Audi A3, A4 oder A6 eignen sich für diese Form des Motorentunings. Dabei wird durch das Erhöhen der Einspritzmenge oder das Vorgaukeln falscher Werte die PS-Anzahl und das Drehmoment um bis zu 20 Prozent erhöht. Ermöglicht wird dies durch das nicht ausgeschöpfte Potenzial des Motors. Hersteller reizen die Leistungsgrenzen der Fahrzeuge nicht komplett aus, wodurch ein Puffer entsteht, den das Chiptuning sich zunutze macht. Vorsicht: Angebote, die mehr versprechen, sind meist nicht zu empfehlen.

Unschlagbarer Vorteil des Chiptunings ist nicht nur der Aufwand, der einem erspart bleibt. Auch der Preis verlockt, an der Software etwas ändern zu lassen. Seriöse Angebote gibt es bereits ab 600 Euro und aufwärts. Bei sehr billigen Angeboten sollte man es sich zwei Mal überlegen, denn bei mangelhafter Umsetzung kann es sehr schnell zu Motorenschäden kommen, welche auch die Sicherheit des Fahrers und anderer beeinträchtigen können. Beispiele wären Schäden am Motor oder Partikelfilter durch eine überhöhte Temperatur.

Das gilt es zu beachten

Wie bereits angedeutet wurde, sollte Chiptuning immer von einem Profi vorgenommen werden, damit Motor und Fahrer sicher bleiben.  Vorteil an seriösen Werkstätten ist, dass Teilgutachten und Garantie in der Regel vorhanden sind. Chiptuning ist von den Fahrzeugherstellern nämlich selten gerne gesehen und die Garantie verfällt dadurch häufig. Ein Teilgutachten ist immer Pflicht und stets im Wagen mitzuführen. Sie ersparen zu dem Kosten und Mühen für eine Einzelabnahme beim TÜV. Generell sollte man sich benötigte Genehmigungen und Gutachten beim Chiptuning immer einholen, um Bußgelder oder gar den Verlust der Betriebserlaubnis für den Audi zu vermeiden! Was nützt ein leistungsstarker Audi, wenn man ihn nicht fahren darf?

Auch die Versicherung darf man nicht aus den Augen verlieren. Vor dem Chiptuning sollte bei der Versicherung abgeklärt werden, ob sich die Prämie für den Audi ändern wird. Ist dies notwendig, wird aber nicht gemacht, verfällt der Versicherungsschutz.

Leider bringt das Chiptuning auch seine Nachteile mit sich. Material und Technik werden mehr beansprucht und der Verschleiß steigt. Demnach sollte man sich genau darüber informieren, welche Leistungssteigerung geeignet ist, denn je mehr PS man seinem Audi gönnt, desto höher sind Verschleiß und die Gefahr für den Motor.

Mehr Leistung ohne Chiptuning?

Chiptuning eignet sich nicht für jeden Motor oder nicht jeder möchte die Risiken in Kauf nehmen. Dadurch entsteht die Frage nach Alternativen. An dieser Stelle wäre es die Überlegung wert, mit einer Downpipe für den Audi die gewünschte Leistungssteigerung zu erzeugen. Auch bekannt als Hosenrohr ist dieser Teil des Tunings für Fahrzeuge mit Turbolader geeignet. Hier wird nicht am Motor gewerkelt, sondern am Auspuff. Die Downpipe wird je nach Fahrzeugtyp zwischen Turbolader und Katalysator oder erst hinter der Kat eingebaut. Freunde des richtigen Klangs können sich hier auch freuen, denn die neue Leistung wird durch den passenden Sound begleitet—der Audi wird lauter und der Klang satter. Auch hier dürfen die notwendigen Genehmigungen nicht fehlen.

Bildquelle: ©PIRO4D – Pixabay.com

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