Erste Skizzen: So kommt der Audi A5 DTM für die Saison 2012

Mit dem Audi A4 DTM konnte Audi in den vergangenen Jahren viele Siege feiern, aber irgendwann geht jede Ära zu Ende. Zusammen mit einigen anderen Änderungen am Reglement, mit denen dem Neuling BMW die Rückkehr in die hart umkämpfte DTM leichter gemacht werden soll, kehren auch die zweitürigen Coupés zurück.

Offiziell wollen die Ingolstädter den neuen Audi A5 DTM erst auf der IAA im September präsentieren, aber immerhin gibt es schon jetzt drei Skizzen zu dem neuen Boliden, der in der Saison 2012 die Audi-Siege einfahren soll. Intern hört der Bolide auf den Namen R17 und trotz des unbestreitbar hohen Sicherheitsniveaus des bisher eingesetzten A4 DTM soll der neue A5 noch sicherer als der Vorgänger sein.

Alle DTM-Fahrzeuge werden 2012 über ein hochfestes Monocoque aus Kohlefaser sowie einen Stahlrohrkäfig verfügen. Zusätzlich zur A- und C-Säule soll eine verstärkte B-Säule den Kopf des Fahrers schützen, außerdem kommen strukturell verbesserte Seitenwände zum Einsatz, die vier Mal so viel Kraft vertragen können wie im Audi A4 DTM.

Immerhin kann der Antriebsstrang aus dem aktuellen A4 DTM beinahe unverändert übernommen werden, und mit offiziell rund 460 PS auch dem A5 DTM zu absoluten Höchstleistungen verhelfen.

Dr. Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef): „Ab 2012 gilt in der DTM ein neues Technisches Reglement. Mit dem A5 haben wir genau das richtige Modell dafür. Wir sind überzeugt, mit ihm die Erfolgsstory von Audi in der DTM fortsetzen zu können.
Unsere Ingenieure waren daran beteiligt, die ohnehin schon hohe Sicherheit in der DTM auf das höchstmögliche Niveau zu bringen. In Le Mans haben wir in diesem Jahr wieder einmal gelernt, dass unser Konzept der Konstruktion von Sicherheitsstrukturen ein sehr guter und richtiger Weg ist. Genau das haben wir versucht, gemeinsam mit den Kollegen von BMW und Mercedes-Benz im Sicherheitskonzept der DTM mit unterzubringen. Dieses neue Prinzip ist ein tolles Beispiel dafür, was möglich ist, wenn Mitarbeiter von drei Premiumherstellern versuchen, ein gemeinsames Ziel zu erreichen: das bestmöglichste, kostengünstigste und sicherste Auto auf die Beine zu stellen – und ein tolles noch dazu.“

Dr. Martin Mühlmeier (Leiter Technik bei Audi Sport): „Die Seitenwand wurde so verstärkt, dass mit dem neuen DTM-Fahrzeug ein Seitenaufprall (T-Bone-Crash) erfolgen kann, ohne dass die Seitenwand versagt. Bisher wurde an einem vorgegebenen Punkt eine ertragbare Seitenkraft von 80 kN gefordert, bei den 2012er-Fahrzeugen sind dies nun 360 kN über die gesamte Länge der Seitenwand. Das heißt, das Monocoque wurde nicht nur an einem Punkt verstärkt, sondern über die gesamte Länge.
Bei höherer Geschwindigkeit ist eine geringere Verzögerung gefordert, um den Fahrer noch besser zu schützen. Um das zu erreichen, wird auch erstmals ein Crashtest mit dem Gesamtfahrzeug vorgeschrieben – gemäß FIA-Norm mit 14 Metern pro Sekunde vorwärts und rückwärts gegen eine starre Wand. Bisher mussten ‚nur‘ die vorderen und hinteren Crashelemente mit einem Schlitten gegen die Wand gefahren werden.“

(Bilder: Audi Motorsport via MotorAuthority.com)

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